Warum nur 1 Stromversorger?...

Hallo Thomas,

Du schriebst am Tue, 04 Apr 2023 09:16:00 +0200:

Vor längerer Zeit gab es den \"Nachtstrom\"... HT/NT-Zähler und Tarife gibt
es immer noch.
....
\"NT\" muss ja nicht in der Nacht sein, oder... war ja früher auch der
Überschuss-Strom aus dem Kohlekraftwerk.

Ja, sicher. Allerdings \"könnten\" die Umschalteinrichtungen in vielen Fällen
abgebaut oder einfach defekt sein, \"nicht mehr zeitgemäß\" sind sie sowieso.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
Hallo Peter,

Du schriebst am Mon, 3 Apr 2023 21:13:11 -0000 (UTC):

Was hat das mit Klima, und dann auch noch \"Klimapanik\", zu tun?

Kernenergie ist eine existierende, etablierte Energieversorgung.

Da kann ich mich nur wiederholen: Was hat das mit Klima, und dann auch
noch \"Klimapanik\", zu tun?

Sollte ich sofort und dringlich den CO2 Ausstoß senken müssen, würde
ich auf Kernenergie setzen.

Gut, daß Du das nicht bestimmen kannst.

Wenn man zeitaufwändige Experimente mit Wind und Sonne macht, kann der
Klimawandel nicht wirklich dringlich nötig sein.

Zeit auf Wänden wird hier nicht gemacht, die Technik ist etabliert und
funktionsbereit - was noch fehlt, sind Speicher zum Ausgleich.
Nur - was kann man schon von einer Politikerhorde erwarten, die
hysterischer rumeiert als eine Hühnerhorde beim Autauchen eines Fuchses?

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
Hallo Peter,

Du schriebst am Tue, 4 Apr 2023 11:50:11 -0000 (UTC):

In Deutschland ist das (teilweise?) durch. Forschungsreaktoren bleiben ja
und militärische Nutzung wird hinzukommen.
....
finanziertes Schwesternschiff bekommen. Und Deutschland wird Flugstaffeln
für beide Träger stellen.
....
den französischen Jagd-U-Booten, also auch atomarer Antrieb.

Das klingt so, als hättest Du den sehnlichen Wunsch nach einem neuen Krieg
- der könnte dann halt der letzte sein.

....
> Ich persönlich habe durch Fernwärme eine warme Wohnung.

Freu\' Dich.

Bei Schneefall sind die PV-Anlagen praktisch tot. Einige Wochen
Windstille oder Schwachwind, -30 Grad celsius machen Wärmepumpen zu fast
reinen Stromheizungen.

Bei Schnee_fall_ ist PV außer Betrieb, klar - deswegen Speicher, große
Speicher, (Aus-) Pumpspeicher im Meer, um die Windparks herumgebaut.
Bei -30°C sind PV-Panels in der Sonne besonders effizient, und fpr die
Wärmepumpen gibt es geeignete Bauweise, die auch dann noch gut arbeiten
(CO2 als Kältemittel wäre da evtl. angebracht, wird ja schon genutzt).
(BTW: \"Carnot\" meint 300/(300-246) = 300/54 ~ 5,5 - da ginge was.)

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
Peter Heirich wrote:
> Ist nicht als Stromspeicher geplant, sondern für Heizwärme.

Ja. So viel war offensichtlich auch mir klar.

> Grundidee ist das Wasser, so möglich, um 95 Grad C einzuspeisen.

Das ist hier, zum Glück, noch nicht Umgebungstemperatur. Die wollen
irgendwie erst erzeugt werden. Erfordert entweder Brennstoff oder eine
sehr große mit teurem Zeug vollgestellte Fläche.

Wann, mit welcher Temperatur das Wasser wieder rauskommt ist bisher
unklar. Selbst ob könnte noch in Frage stehen.

Eben. Verluste.

Sinn macht das
natürlich nur, wenn Überschußstrom aus Wind und Sonne zur Wassererhitzung
benutzt wird.

Also erst Strom in Niedertemperaturwärme. Wohl direkt, eine riesige
Pumpe mit zweistelligen Betriebsstunden im Jahr wird sich kaum rechnen.
Und dann nochmal erhebliche Verluste. Prima Idee.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
Sieghard Schicktanz wrote:


Das klingt so, als hättest Du den sehnlichen Wunsch nach einem neuen Krieg

Ich bin eher Realist und habe etwas Geschichtswissen über den Erfolg des
Appeasements in den 1930er Jahren.

- der könnte dann halt der letzte sein.

Das ist seit um 1960 so. Wobei selbst dann ausreichend Menschen überleben
werden. Genetisch reichen m.W. um 10000 Menschen.


Bei Schneefall sind die PV-Anlagen praktisch tot. Einige Wochen
Windstille oder Schwachwind, -30 Grad celsius machen Wärmepumpen zu fast
reinen Stromheizungen.

Bei Schnee_fall_ ist PV außer Betrieb, klar - deswegen Speicher, große
Speicher, (Aus-) Pumpspeicher im Meer, um die Windparks herumgebaut.

Du meinst ein Pumpspeicherkraftwerk mit Wpot = 0,4 * Wassertiefe *
Wassermenge.
Man kann nur ca. 80 % auspumpen, damit die Fische überleben.

Eine Vielzahl an Mikrozellen z.B. 20 m Durchmesser oder den Greifswalder
Bodden mit einer Staumauer abtrennen?


Bei -30°C sind PV-Panels in der Sonne besonders effizient, und fpr die
Wärmepumpen gibt es geeignete Bauweise, die auch dann noch gut arbeiten
(CO2 als Kältemittel wäre da evtl. angebracht, wird ja schon genutzt).
(BTW: \"Carnot\" meint 300/(300-246) = 300/54 ~ 5,5 - da ginge was.)

300 K sind 27 Grad C, braucht Fußbodenheizung. Konventionelle Heizkörper
brauchen höhere Vorlauftemperaturen.

https://www.wolf.eu/de-de/ratgeber/cop-waermepumpe

sieht COP(real) um 2 bei -16 Grad C und 50 Grad C VorlaufTemperatur, bei
nur 35 Grad C Vorlauf ist COP(real) um 2,5


https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/wohnen/energieverbrauch-privater-haushalte#endenergieverbrauch-der-privaten-haushalte

sieht 130 kWh/pro qm und Jahr. Macht grob 6,5 MWh bei 50 qm, die etwa real
in 3 Monaten (ca. 2000h) umgesetzt werden. Sind um 2 kW Strombedarf zum
heizen.

Soll noch zusätzlich das E-Auto mit 2kW 12 h geladen werden, brauchen wir
ein neues Stromnetz.

Peter
 
On Tue, 4 Apr 2023 21:06:53 +0200, Sieghard Schicktanz wrote:
Du schriebst am Tue, 4 Apr 2023 11:50:11 -0000 (UTC):
In Deutschland ist das (teilweise?) durch. Forschungsreaktoren bleiben ja
und militärische Nutzung wird hinzukommen.
...
finanziertes Schwesternschiff bekommen. Und Deutschland wird Flugstaffeln
für beide Träger stellen.
...
den französischen Jagd-U-Booten, also auch atomarer Antrieb.
Das klingt so, als hättest Du den sehnlichen Wunsch nach einem neuen
Krieg - der könnte dann halt der letzte sein.

Wenn man den westlichen Medien glauben schenken darf, wird das
Säbelrasseln jedenfalls lauter. Der eilige NATO-Beitritt Finnlands,
Iskander-Raketen für Belarus, Deutschland auf der Liste der
unfreundlichen Staaten, \"Hauptfeind USA\", usw.

Bei Schneefall sind die PV-Anlagen praktisch tot. Einige Wochen
Windstille oder Schwachwind, -30 Grad celsius machen Wärmepumpen zu fast
reinen Stromheizungen.
Bei Schnee_fall_ ist PV außer Betrieb, klar

So klar ist das nicht. Jedenfalls nicht für beliebige Intensitäten von
Schneefall.

https://www.sonnenseite.com/de/tipps/photovoltaik-im-winter-maximaler-ertrag-bei-schnee-und-eis/
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/photovoltaik-im-winter-ertragsverluste-durch-schnee-auf-den-modulen/

Ich weiß nicht wo ihr alle wohnt, ich sitze hier jedenfalls in München,
Südbayern. Dem sagt man eher kältere Winter nach. Tage mit
geschlossener Schneedecke diesen Winter im einstelligen Bereich.

Ja, dann wäre da noch die Differenzierung Schnee_fall_, d. h.
Schnee_sturm_, mit nennenswerter Verdunklung der Sonne. Diese
Verdunklung der Sonne soll nachts auch schon vorgekommen sein und
betrifft somit mehr als 30% der Ertrags. Daß da noch niemand kritisiert
hat, das sei ja vollkommen unrentabel?

Mei, die berüchtige Dunkelflauten-Blackout-Speicherproblematik halt, von
der insbesondere alldiejenigen ständig betroffen sind, die es gar nicht
erst mit alternativen Energiequellen versuchen. Aprospos:

Reinhard Houben - als wirtschaftspolitische Sprecher der FDP überaus
qualifiziert - fordert inzwischen ja schon einee Ausnahme von der
\"Umrüstungspflicht\" für Rentner. Der hat Habecks ohnehin schon
entschärften \"technologieoffenen Ansatz\" offenbar nicht sinnentnehmend
durchgelesen, wo \"ab dem 1. Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute
Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben\" und
\"ausreichend Übergangszeiträume\" steht.

Von einer neuen Austauschpflicht und einem Verbot für noch laufende Öl-
und Gasheizungen steht da nichts. Wer also derzeit noch eine
funktionierende Heizung mit fossilen Rohstoffen betreibt, braucht nicht
damit zu rechnen, zeitnah eine Wärmepumpe oder Ähnliches anschaffen zu
müssen.

Und dennoch ist das Gewese groß. Erbärmlich.

Volker
 
Am 03.04.23 um 12:02 schrieb Hergen Lehmann:
Am 03.04.23 um 11:29 schrieb Hanno Foest:
Am 03.04.23 um 09:32 schrieb Peter Heirich:

Beide AKW-Unfälle haben gut bekannte Ursachen, die in Zukunft
vermeidbar sind.

Murphy ist sehr gut darin, eine bislang unbekannte Ursache zu finden.

Keine Technologie ist frei von Risiken.

Was Tote durch direkte Unfallfolgen angeht, ist Wasserkraft
führend. Vor allem, weil die Chinesen anscheinend keine Dämme
bauen können.

Insbesondere der Kohleabbau hat in seiner Geschichte wahrscheinlich
deutlich mehr Opfer gefordert als die Atomenergie. Nicht nur durch die
zahllosen Unfälle beim Abbau, sondern auch durch durch die zeitweise
extreme Luftverschmutzung und die langfristigen Folgeschäden.

Und in der Asche ist mehr Uranzeugs als in den KKWs. Es ist eben
schön verdünnt, so dass man daraus prächtige Straßen bauen kann.

Nüchtern betrachtet kommen wir um AKW als Übergangstechnologie nicht
herum. Wenn nicht in Deutschland, dann mit deutlich schlechteren
technischen Standards im benachbarten Ausland...

Hier vom Saarland aus kann vom Hügel 2 vergreiste französische
Plaste & Elaste-KKWs sehen.
Da wären mir hiesige, die von EnBW betrieben würden allemal lieber. Und
die Schweizer haben in Lucens (schon der Ortsname
klingt nach Strahlung) gezeigt, dass man mit Kernschmelzen
durchaus umgehen kann. Das war so wenig spektakulär, dass es
in der veröffentlichten Meinung sorgfältig verschwiegen wird.

Und die Wiener haben östlich der Stadt ein Luxus-KKW gebaut.
Keine Option und Zusatzmaßnahme war zu teuer. Und als es dann
endlich fertig war, hat man es doch nicht in Betrieb genommen
und sicherheitshalber den Strom ausgerechnet in Tschernobyl
gekauft.

Gerhard
 
Am 03.04.23 um 17:39 schrieb Peter Heirich:

Ich würde mich über eine Waschmaschine, eigentlich habe ich einen
Waschtrockner, freuen, der ich sagen könnte:

Bitte in den nächsten 5 Tagen die eingelegte Wäsche waschen, wenn der
Zeitpunkt der Beste ist.

Au ja. Und dann kommst Du nach 5 Tagen wieder und findest statt
Deiner Wäsche eine 5Kg Pilzkultur vor.

Gerhard
 
Am 03.04.23 um 15:56 schrieb Alexander Schreiber:

Aber AKWs sind doch böse. Mehr Braunkohle verbrennen ist viel besser für
die Natur. Meinen zumindest die (oliv) Grünen.

Nja. Wenn die wirklich so _oliv_grün sein sollten, dann ist ein Abschalten
aller _KERN_kraftwerke mit Sicherheit besser, für die Menschen und für die
Natur. Tschrnobyl und Fukushima stimmen sicher zu.

Tschernobyl war ein Reaktortyp, der so wirklich nur in der UdSSR zulassbar
gewesen ist und die Betriebstruppe hat _ordentlich_ Mist gebaut.

Die hatten die skurrile Idee, dass der Reaktorkern mit der
Eisenbahn transportierbar sein sollte, incl. Tunnel. Also:
Wir bauen das in der KKW-Fabrik und fahren es dann auf
den Acker. Etwa so wie Plattensiedlungen. Und russische
Kriege werden ja auch per Eisenbahnlogistik geführt.

Beim Reaktor ist dann natürlich kein Platz für Neutronen-
fänger aus Bor, so dass man Neutronenversprödung vom Stahl
eben hinnehmen muss. WIMRE war das in Greifswald schon
recht weit gediehen. Die innere Umhüllung des Kerns ist
sowieso nicht so wichtig.


Fukushima
war klassisches \"was macht ihr eigentlich beruflich\" beim Betreiber,
kombiniert mit einer wirklich _beeindruckenden_ Überreaktion sowie
kapitalen Böcken beim Krisenmanagement.

Beide wären vermeidbar gewesen.

Und mal so ganz nebenbei:
- würde man die Strahlungslecklimits von Kernkraftwerken auf Kohle-
kraftwerke und deren Abfallprodukte anwenden, wären die allesamt
sofort zu schliessen (so ein Kohlekraftwerke emittiert _viel_
mehr radioaktives Material als ein Kernkraftwerk) - wäre überhaupt
höchst unterhaltsam, den ganzen LNT (Linear No Threshold) Unfug
mal ausserhalb der Kernenergietechnik anzuwenden (viel Spass bei
der Evakuierung des Schwarzwalds)
- ein Kernkraftwerk ist in seiner Betriebszeit praktisch klima-
neutral (bisschen CO2 von den Tests der Notstrom-Diesel halt),

Es sei denn, es ist wie Tschernobyl oder andere Dinosaurier
graphitmoderiert. Dann wird am Ende der Betriebszeit u.U. doch
ein bisschen CO2 frei. 1/2 :)

Gerhard
 
Volker Bartheld wrote:

...
Reinhard Houben - als wirtschaftspolitische Sprecher der FDP überaus
qualifiziert - fordert inzwischen ja schon einee Ausnahme von der
\"Umrüstungspflicht\" für Rentner. Der hat Habecks ohnehin schon
entschärften \"technologieoffenen Ansatz\" offenbar nicht sinnentnehmend
durchgelesen, wo \"ab dem 1. Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute
Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben\" und
\"ausreichend Übergangszeiträume\" steht.

Von einer neuen Austauschpflicht und einem Verbot für noch laufende Öl-
und Gasheizungen steht da nichts. Wer also derzeit noch eine
funktionierende Heizung mit fossilen Rohstoffen betreibt, braucht nicht
damit zu rechnen, zeitnah eine Wärmepumpe oder Ähnliches anschaffen zu
müssen.

Hast Du einen Link auf das verabschiedete Gesetz?

>Und dennoch ist das Gewese groß. Erbärmlich.
Das schreiben Leute, die keinen Link auf das verabschiedete Gesetz
haben :).

Grüße,
H.
 
On Tue, 4 Apr 2023 20:49:25 +0200, Sieghard Schicktanz
<Sieghard.Schicktanz@SchS.de> wrote:

Hallo Thomas,

Du schriebst am Tue, 04 Apr 2023 09:16:00 +0200:

Vor längerer Zeit gab es den \"Nachtstrom\"... HT/NT-Zähler und Tarife gibt
es immer noch.
...
\"NT\" muss ja nicht in der Nacht sein, oder... war ja früher auch der
Überschuss-Strom aus dem Kohlekraftwerk.

Ja, sicher. Allerdings \"könnten\" die Umschalteinrichtungen in vielen Fällen
abgebaut oder einfach defekt sein, \"nicht mehr zeitgemäß\" sind sie sowieso.

Den HT/NT-Tarif gibt es, jetzt und heute, zumindest im Bereich München. Also
geht die Rundsteuertechnik aktuell.


Thomas Prufer
 
Am 05.04.23 um 11:37 schrieb Gerhard Hoffmann:

Und
die Schweizer haben in Lucens (schon der Ortsname
klingt nach Strahlung) gezeigt, dass man mit Kernschmelzen
durchaus umgehen kann. Das war so wenig spektakulär, dass es
in der veröffentlichten Meinung sorgfältig verschwiegen wird.

Kernschmelze ich nicht gleich Kernschmelze. In Lucens war wohl nur ein
Brennelement betroffen, wenn ich das richtig sehe. Und ansonsten ist
auch Three Mile Island nicht vergleichbar mit Fukushima.

Die Idee, AKWs nur noch in Löchern in den Alpen zu installieren, hätte
aber was. Am besten gleich mit dem Atommüllendlager in den Löchern
daneben. Ich hab aber ne gewisse Idee, was die CSU davon halten würde :)

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Gerhard Hoffmann wrote:

Au ja. Und dann kommst Du nach 5 Tagen wieder und findest statt
Deiner Wäsche eine 5Kg Pilzkultur vor.

Eigentlich bin ich täglich zu Hause. Ich besitze aber so viel Wäsche,
dass der Vorrat im Kleiderschrank für mehr als 5 Tage reicht.

D.h. die trockene Wäsche kann auch mal vorab 5 Tage im Waschtrokner
warten und ist, dank Waschtrockner, anschließend wieder so trocken, dass
keine Pilzgefahr bestünde, selbst wenn ich die Wäsche nicht rausnehmen
würde.

Im Prinzip wäre es sogar ausreichend, wenn im üblichen Wetterbericht
stünde:

\"Wegen viel Sonne und Wind sind die nächsten 2 Tage besonders
klimafreundlich zum Wäschewaschen\"

oder

\"Wegen vielen Wolken und wenig Wind ist intensiver Stromverbrauch morgen
klimaunfreundlich\"

Peter
 
Am 05.04.23 um 14:20 schrieb Peter Heirich:
Gerhard Hoffmann wrote:

Au ja. Und dann kommst Du nach 5 Tagen wieder und findest statt
Deiner Wäsche eine 5Kg Pilzkultur vor.

Eigentlich bin ich täglich zu Hause. Ich besitze aber so viel Wäsche,
dass der Vorrat im Kleiderschrank für mehr als 5 Tage reicht.

D.h. die trockene Wäsche kann auch mal vorab 5 Tage im Waschtrokner
warten und ist, dank Waschtrockner, anschließend wieder so trocken, dass
keine Pilzgefahr bestünde, selbst wenn ich die Wäsche nicht rausnehmen
würde.
Der Satz

Ich würde mich über eine Waschmaschine, eigentlich habe ich
einen Waschtrockner, freuen, der ich sagen könnte: ...

bezug sich aber auf eine Waschmaschine mit Hörbegabung,
nicht auf eien Waschtrockner. Ist aber auch egal.
 
On Wed, 5 Apr 2023 12:20:20 -0000 (UTC), Peter Heirich wrote:
Gerhard Hoffmann wrote:
Au ja. Und dann kommst Du nach 5 Tagen wieder und findest statt
Deiner Wäsche eine 5Kg Pilzkultur vor.
Eigentlich bin ich täglich zu Hause. Ich besitze aber so viel Wäsche,
dass der Vorrat im Kleiderschrank für mehr als 5 Tage reicht.

Gerhard verkennt, daß man benutzte Wäsche durchaus ohne Lebensgefahr
trocknen und dann erst in die Waschmaschine - oder, Gott behüte! - den
Wäschekorb tun kann, z. B. bis eine volle Ladung zusammengekommen ist.
Unterhosen kann man schließlich mindestens 6x verwenden *). Oder seine
Waschmaschine ist irgendwie ein Feuchtbiotop, z. B. weil die
Laugenpumpe schwächelt oder die Hygienerichtlinien der Bürgerwehr ein
offenes Bullauge strengstens untersagen.

D.h. die trockene Wäsche kann auch mal vorab 5 Tage im Waschtrokner
warten und ist, dank Waschtrockner, anschließend wieder so trocken,
dass keine Pilzgefahr bestünde, selbst wenn ich die Wäsche nicht
rausnehmen würde.

Jeder Tag voller Postings auf de.sci.elöectronics läßt uns ein bißchen
mehr verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist. Schätzen wir uns
glücklich!

Im Prinzip wäre es sogar ausreichend, wenn im üblichen Wetterbericht
stünde: \"Wegen viel Sonne und Wind sind die nächsten 2 Tage besonders
klimafreundlich zum Wäschewaschen\" oder \"Wegen vielen Wolken und
wenig Wind ist intensiver Stromverbrauch morgen klimaunfreundlich\"

Ich frage mich gerade, wieviele 90°-Vollwäschen incl. Schranktrocknungen
Du durchziehen könntest für all das Benzin, das die mit exakt einer
Person besetzten Käfigfahrzeuge verbrunzt haben, an deren Schlangen ich
heute in München vorbeigeradelt bin. Ein surreales Spektakel.

Volker

*) Richtigrum, inside out, vorne/hinten vertauscht für die Freundin und
als praktische Kopfbedeckung mit Aussparung für die Kopfhörer.
 
Gerhard Hoffmann wrote:

bezug sich aber auf eine Waschmaschine mit Hörbegabung,
nicht auf eien Waschtrockner. Ist aber auch egal.

Auch da besteht m.E. nach 1300 U/min oder mehr Schleudergang kaum
Pilzgefahr. Immerhin ist bei Temperaturen >= 60 Grad Celsius und durch
Waschmittel der Innenraum recht steril. Klar, nicht OP-Bedingungen, aber
die schweißfressenden, letztlich stinkenden Bakterien sollen ja auch
gekillt werden.

Wenn man also am Abend vom Job kommt und die Maschine ist am Tage
durchgelaufen, nimmt man die Wäsche bei Nur-Waschmaschine halt raus und
klemmt sie auf ein Trockengestell oder eine Leine.

Peter
 
Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> wrote:
Am 03.04.23 um 12:02 schrieb Hergen Lehmann:
Am 03.04.23 um 11:29 schrieb Hanno Foest:
Am 03.04.23 um 09:32 schrieb Peter Heirich:

Beide AKW-Unfälle haben gut bekannte Ursachen, die in Zukunft
vermeidbar sind.

Murphy ist sehr gut darin, eine bislang unbekannte Ursache zu finden.

Keine Technologie ist frei von Risiken.

Was Tote durch direkte Unfallfolgen angeht, ist Wasserkraft

Mit grossem, grossem Abstand zur nächsten Technologie, ja.

führend. Vor allem, weil die Chinesen anscheinend keine Dämme
bauen können.

Och, da sind die (leider) nicht alleine. Sehr beliebt ist auch,
beim Dammbau die unter- und drumrumliegende Geologie falsch zu
lesen/interpretieren. Da kann es dann schonmal ein paar Ort-
schaften flussab wegspülen.

Insbesondere der Kohleabbau hat in seiner Geschichte wahrscheinlich
deutlich mehr Opfer gefordert als die Atomenergie. Nicht nur durch die
zahllosen Unfälle beim Abbau, sondern auch durch durch die zeitweise
extreme Luftverschmutzung und die langfristigen Folgeschäden.

Und in der Asche ist mehr Uranzeugs als in den KKWs. Es ist eben
schön verdünnt, so dass man daraus prächtige Straßen bauen kann.

Oder als Baumaterial, ich sage nur Flugascheziegel. Waren damals
IIRC recht billig ...

Nüchtern betrachtet kommen wir um AKW als Übergangstechnologie nicht
herum. Wenn nicht in Deutschland, dann mit deutlich schlechteren
technischen Standards im benachbarten Ausland...

Hier vom Saarland aus kann vom Hügel 2 vergreiste französische
Plaste & Elaste-KKWs sehen.
Da wären mir hiesige, die von EnBW betrieben würden allemal lieber. Und
die Schweizer haben in Lucens (schon der Ortsname
klingt nach Strahlung) gezeigt, dass man mit Kernschmelzen
durchaus umgehen kann. Das war so wenig spektakulär, dass es
in der veröffentlichten Meinung sorgfältig verschwiegen wird.

Den experimentellen Reaktor sicherheitshalber in eine Kaverne
in den Berg zu bauen war schon recht clever, ja.

Und die Wiener haben östlich der Stadt ein Luxus-KKW gebaut.
Keine Option und Zusatzmaßnahme war zu teuer. Und als es dann
endlich fertig war, hat man es doch nicht in Betrieb genommen

\"Ach, wenn wir das jetzt benutzen dann wird das doch nur schmutzig.\"

und sicherheitshalber den Strom ausgerechnet in Tschernobyl
gekauft.

Macht Sinn, da war der Ort des Knalls zumindest relativ weit weg.

Man liest sich,
Alex.
--
\"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work.\" -- Thomas A. Edison
 
Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> wrote:
Am 03.04.23 um 15:56 schrieb Alexander Schreiber:

Aber AKWs sind doch böse. Mehr Braunkohle verbrennen ist viel besser für
die Natur. Meinen zumindest die (oliv) Grünen.

Nja. Wenn die wirklich so _oliv_grün sein sollten, dann ist ein Abschalten
aller _KERN_kraftwerke mit Sicherheit besser, für die Menschen und für die
Natur. Tschrnobyl und Fukushima stimmen sicher zu.

Tschernobyl war ein Reaktortyp, der so wirklich nur in der UdSSR zulassbar
gewesen ist und die Betriebstruppe hat _ordentlich_ Mist gebaut.

Die hatten die skurrile Idee, dass der Reaktorkern mit der
Eisenbahn transportierbar sein sollte, incl. Tunnel.

Auf Wikipedia steht was von Reaktorgefäss 14.52m Innendurchmesser
und 9.7m hoch. Die Eisenbahn will ich sehen. Und nein, ein
wiederaufgebautes Schwerer Gustav Chassis zählt nicht als Eisenbahn.

Also:
Wir bauen das in der KKW-Fabrik und fahren es dann auf
den Acker. Etwa so wie Plattensiedlungen. Und russische
Kriege werden ja auch per Eisenbahnlogistik geführt.

Naja, die Konzentration der Logistik auf die Eisenbahn macht
bei den geographischen Verhältnissen Russlands durchaus Sinn.

Man sollte halt keinen Krieg anfangen, das gibt nur Stress.

Beim Reaktor ist dann natürlich kein Platz für Neutronen-
fänger aus Bor, so dass man Neutronenversprödung vom Stahl
eben hinnehmen muss. WIMRE war das in Greifswald schon
recht weit gediehen. Die innere Umhüllung des Kerns ist
sowieso nicht so wichtig.

Zwei der Hauptprobleme des Reaktors: graphitmoderiert, das heisst,
bei Überhitzung des Reaktors verdampft der Moderator nicht (und
_wenn_ das Graphit am verdampfen ist, dann ist es _mächtig_ zu spät)
sowie das Design der Regelstäbe die - dank Graphitspitzen - beim
Einfahren (um den Reaktor runterzuregeln) erstmal noch den Reaktor
anheizen.

Und mit graphit-moderierten Reaktoren hatten die Briten ja in
Windscale^WSellafield schon vor vielen Jahren ihren \"Spass\".

Man baut Reaktoren aus guten Grund mit _negativen_ void-Koeffizienten:
wenn der Reaktor zu heiss läuft, gibts Blasen im Moderator, die Wirkung
des Moderators lässt nach, der Reaktor kühlt ab.

Fukushima
war klassisches \"was macht ihr eigentlich beruflich\" beim Betreiber,
kombiniert mit einer wirklich _beeindruckenden_ Überreaktion sowie
kapitalen Böcken beim Krisenmanagement.

Beide wären vermeidbar gewesen.

Und mal so ganz nebenbei:
- würde man die Strahlungslecklimits von Kernkraftwerken auf Kohle-
kraftwerke und deren Abfallprodukte anwenden, wären die allesamt
sofort zu schliessen (so ein Kohlekraftwerke emittiert _viel_
mehr radioaktives Material als ein Kernkraftwerk) - wäre überhaupt
höchst unterhaltsam, den ganzen LNT (Linear No Threshold) Unfug
mal ausserhalb der Kernenergietechnik anzuwenden (viel Spass bei
der Evakuierung des Schwarzwalds)
- ein Kernkraftwerk ist in seiner Betriebszeit praktisch klima-
neutral (bisschen CO2 von den Tests der Notstrom-Diesel halt),

Es sei denn, es ist wie Tschernobyl oder andere Dinosaurier
graphitmoderiert. Dann wird am Ende der Betriebszeit u.U. doch
ein bisschen CO2 frei. 1/2 :)

Es gibt schon genug Gründe, warum man graphit-moderierte Reaktoren
nicht will ;-)

Man liest sich,
Alex.
--
\"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work.\" -- Thomas A. Edison
 
Hallo Peter,

Du schriebst am Wed, 5 Apr 2023 02:44:43 -0000 (UTC):

Krieg
....
- der könnte dann halt der letzte sein.

Das ist seit um 1960 so. Wobei selbst dann ausreichend Menschen überleben
werden. Genetisch reichen m.W. um 10000 Menschen.

Na, wenn Du Dir sicher bist, bei denen dabei zu sein...

....
Bei Schnee_fall_ ist PV außer Betrieb, klar - deswegen Speicher, große
Speicher, (Aus-) Pumpspeicher im Meer, um die Windparks herumgebaut.

Du meinst ein Pumpspeicherkraftwerk mit Wpot = 0,4 * Wassertiefe *
Wassermenge.
Man kann nur ca. 80 % auspumpen, damit die Fische überleben.

Sowas, ja. Bezüglich der Fische könnte man auch an eine \"Ausbürgerung\"
denken. Oder an Eintiefungen als Rückzugsbereiche. Oder ander
Möglichkeiten. Aber erstmal müßte das überhaupt an geeigneten Stellen
\"ins Bewußtsein\" kommen, _daß_ das üerhaupt gehen kann.

Eine Vielzahl an Mikrozellen z.B. 20 m Durchmesser oder den Greifswalder
Bodden mit einer Staumauer abtrennen?

Keine \"Mikrozellen\" - möglichst groß, um den(Bau-) Aufwand zu minimieren,
der geht schließlich nur mit der Wurzel der Fläche hoch, wenn man sich
auf die Außenwandung beschränkt. Für die Maschinerie ist dort dann immer
noch mehr als genug Platz, im Gegensatz zu den verbauten Verhältnissen in
den \"Mikrozellen\"

Bei -30°C sind PV-Panels in der Sonne besonders effizient, und fpr die
....
300 K sind 27 Grad C, braucht Fußbodenheizung. Konventionelle Heizkörper
brauchen höhere Vorlauftemperaturen.

Es kam mir nur auf eine grobe Aschätzung an, aber ich würde durchaus für
Fußbodenheizung plädieren. Klar, überall geht das nicht mehr.

sieht COP(real) um 2 bei -16 Grad C und 50 Grad C VorlaufTemperatur, bei
nur 35 Grad C Vorlauf ist COP(real) um 2,5

Das ist dann der Unterschied zwischen der Theorie, einer Technik, die auf
\"billig\" und \"einfach\" getrimmt ist und einer ausgereiften Technik.
Mit Deinen Werten wäre ein Faktor 5 theoretisch drin, da dürfte 3,5 bis 4
auch technisch machbar sein.
....
Soll noch zusätzlich das E-Auto mit 2kW 12 h geladen werden, brauchen wir
ein neues Stromnetz.

Das wird doch schon laufend verlegt. Hier sind vor kurzem zusätzliche neue
Kabel einge\"zogen\" (-buddelt) worden und ein neuer Trafo eingebaut.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
Hallo Volker,

Du schriebst am Wed, 5 Apr 2023 11:27:57 +0200:

Bei Schneefall sind die PV-Anlagen praktisch tot. Einige Wochen
....
Bei Schnee_fall_ ist PV außer Betrieb, klar

So klar ist das nicht. Jedenfalls nicht für beliebige Intensitäten von
Schneefall.

Bei Schnee_fall_ ist normalerweise nix mit Sonnenschein. Bei Aprilwetter
mit Schneegeriesel aus einer Kleinwolke mit Sonnenschein außenrum bleibt
eh nix auf den Moduln liegen.

> https://www.sonnenseite.com/de/tipps/photovoltaik-im-winter-maximaler-ertrag-bei-schnee-und-eis/

Ja, schrieb ich doch, bei Kälte sind die Moduln maximal effizient.
Zumindest, wenn kein Schnee draufliegt und dort _liegenbleibt_.

Ich weiß nicht wo ihr alle wohnt, ich sitze hier jedenfalls in München,
Südbayern. Dem sagt man eher kältere Winter nach. Tage mit
geschlossener Schneedecke diesen Winter im einstelligen Bereich.

Eben, Kälte und Schnee treten nicht vollständig korreliert auf.

Ja, dann wäre da noch die Differenzierung Schnee_fall_, d. h.
Schnee_sturm_, mit nennenswerter Verdunklung der Sonne. Diese
Verdunklung der Sonne soll nachts auch schon vorgekommen sein und
betrifft somit mehr als 30% der Ertrags. Daß da noch niemand kritisiert
hat, das sei ja vollkommen unrentabel?

Das wäre dann halt wieder ein Grund nach dem \"Schrei\" nach Speichern -
bisher ist der leider recht leise bis unhörbar, und dementsprechend
intensiv sind auch die dahingehenden Aktivitäten...

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 

Welcome to EDABoard.com

Sponsor

Back
Top